Ein weiterer Akteur hat sich im Kampf gegen die Ölpest eingeschalten: Kevin Costner. Das Öl wird mithilfe von Zentrifugen aus dem Meer gefiltert. Ein FOCUS-Korrespondent hat mit seinem Partner gesprochen. John W. Houghtaling II ist ein sehr erfolgreicher Schadensersatz Anwalt in den USA. Er hat von den Tabakkonzernen sämtliche Milliarden Summen erstritten. Als die Deepwater Horizon gesunken ist, unterschrieb er einen Vertrag und wurde so zum Partner von Kevin Costner und gleichzeitig auch zum Chef von der Firma Ocean Therapy Solutions. Diese Firma möchte mit speziellen Zentrifugen den Ölteppich im Golf von Mexiko beseitigen. Jürgen Schönstein der FOCUS-Korrespondent wollte im Gespräch mit John W. Houghtaling II wissen, wie es mit diesem Versprechen in der Realität aussieht.
Die Firma Ocean Therapy Solutions hat angekündigt das die Zentrifugensysteme eingesetzt werden sollen. Somit soll das Öl aus dem Wasser gefiltert werden. BP hat diesen Test zugestimmt und derzeit befinden sich auch zwei Zentrifugen auf dem Weg zum Golf von Mexiko. Diese Geräte können bis zu 830 000 Liter Wasser am Tag filtern. Während des Interviews befinden sich Testgeräte im Wasser und absolvieren Testläufe. Das Prinzip hört sich wirklich einfach an, Zentrifugen die das Wasser vom Öl befreien, warum ist schon vor langer Zeit niemand auf dieses System gekommen? Dieses System besteht schon seit Jahren, allerdings reagieren die Geräte wirklich empfindlich auf veränderte Öl-Wasser-Gemische. Kevin Costner hat einige Millionen Dollar in die Konstruktion eines Gerätes investiert, das auch unter schwierigen Bedingungen laufen kann.
Die Zentrifugen waren dennoch nicht sofort einsatzbereit, da diese erst noch umgebaut werden mussten. Um zum Einsatz zu kommen, müssen diese montiert werden, auf Lastkähnen und dies bedeutet auch wieder Entwicklungsarbeit. Ein großes Problem liegt hierbei in den Chemikalien, die der Konzern BP verwendet hat, um den Ölteppich aufzulösen. Die Maschinen müssen erst für die Konsistenz des Ölteppichs aufgerüstet werden.
Nun müssen die funktionierenden Geräte nur noch ihren Standort finden damit sie das Wasser filtern können. Am Ende sollte das Wasser einen Reinheitsgrad von 99 Prozent erreicht haben. Dennoch möchte BP die Geräte vor Einsatz testen, ob sie auch funktionsfähig sind. Doch was sollte denn noch passieren? Ein schlimmerer Schaden kann dem Meer wohl kaum noch zugefügt werden.
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