Experten diskutieren bei einer Tagung über die Schäden im Golf von Mexiko. Sie werfen den Einsatzkräften bei der Bekämpfung des Ölteppichs gravierende Fehler vor. Mittlerweile hat der Konzern BP es geschafft, auf das Ölleck eine Kappe zu setzen. Doch die Wissenschaftler bemühten sich zu diesem Zeitpunkt um eine andere Schadensbegrenzung. Bei der Tagung in der Louisiana State University mussten die Regierungsvertreter wiederholt Kritik einstecken. Die Forscher kritisierten, dass niemand das Kommando an der Stelle übernommen hatte. Auch wichtige Erhebungen und Daten fehlten, um das genau Ausmaß der Katastrophe bestimmen zu können. Auch würde niemand die Säuberungsarbeiten überwachen äußerte sich so Edward Overton der Meeresbiologe.
Weiter beklagten die Forscher, dass auch nach sechs Wochen immer noch keine Datenbank mit den neusten Ergebnissen vorhanden sei. Auch könne niemand genau die auslaufende Menge Öl bestimmen, da es zwei Berechnungsmethoden für dieses Disaster gibt. Täglich können also zwischen zwei und vier Millionen Liter Öl in das Meer laufen. Forscherwarfen der Regierung eine Unterschlagung von genauen Daten und Fakten vor.
Falsche Entscheidungen werden bemängelt
Hinter dem gesamten Disaster steckt wohl keine Verschwörung, sondern eher fehlende Führungskraft. Bill Stickle ein Umwelttoxikologe sagte, sie hätten das doch eher stümperhafte Vorgehen des BP Konzerns zu lange hingenommen. Es wäre besser gewesen, selbst einzuschreiten. Overton warf ein, es wäre besser gewesen so viel Öl als möglich, von der Oberfläche des Meeres abzusaugen. Für die Regierung wäre es möglich gewesen eine große Anzahl von Schiffen an die Stelle zu kommandieren, damit dort das Öl abgesaugt hätte werden können. Selbst zum heutigen Zeitpunkt wäre das noch ein Schritt um schlimmere Schäden für die Umwelt zu verhindern. Das Absaugen des Öls ist für die Umwelt immer noch die wirksamste Möglichkeit für die Umwelt.
Die ersten Sandstrände von Florida sind bedroht. Der Ölteppich dringt immer weiter in die Küste vor. Viele Fische und Krabben nutzen das Gebiet zum Laichen. Die dortige Sumpflandschaft kann nicht gereinigt werden. Die Natur benötigt Jahrzehnte, um die Sümpfe wieder gesund herzustellen.
Todeszone können sich bilden
Nicht nur die Wasseroberfläche, sondern auch tiefe Meeresschichten sind versucht. Forscher finden es bedenklich das eine verminderte Sauerstoffkonzentration gemessen wurde. Somit kann sich dort eine Todeszone bilden.
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